Das Wichtigste
- Messung von Brennholz, Bauholz, Gips und Zement laut Händlerangabe
- Beleuchtetes Display
- Ausfahrbare Messfühler
- Gummierte Griffe
- Zeigt zusätzlich die Umgebungstemperatur an
- Batteriebetrieben
Wofür das Stihl-Messgerät gedacht ist
Stihl kennst du vermutlich von Motorsägen, und genau dazu passt dieses Gerät: Laut Händlerbeschreibung soll es die Feuchte von Brennholz und Bauholz messen, dazu von Gips und Zement. Für Kaminholz ist das die wichtigste Frage. Ofenfertig ist Scheitholz erst unter 20 % Restfeuchte. Feuchteres Holz verbrennt schlecht, rußt und setzt den Schornstein zu.
Messprinzip und Ausstattung
Die Beschreibung nennt ausfahrbare Messfühler. Das spricht für ein Widerstandsmessgerät mit Stiften: Die Spitzen werden ins Holz gedrückt, und das Gerät misst den elektrischen Widerstand zwischen ihnen. Ausdrücklich bestätigt ist das in den Daten aber nicht. Außerdem genannt werden:
- beleuchtetes Display, nützlich im Holzschuppen oder bei Dämmerung
- gummierte Griffe
- Anzeige der Umgebungstemperatur
- Batteriebetrieb, also kein Akku-System nötig
Zum Messen ein Tipp, der für alle Stiftgeräte gilt: Spalte ein Scheit frisch und miss in der Mitte der Spaltfläche, quer zur Faser. Die Oberfläche ist oft deutlich trockener als der Kern.
Was in den Unterlagen fehlt
Es gibt keine Angabe zum Messbereich, zur Genauigkeit und dazu, ob das Gerät nach Holzarten korrigiert. Der Widerstand hängt aber von der Holzart ab: Eiche zeigt bei gleicher Feuchte einen anderen Wert als Fichte. Ohne Korrektur bekommst du einen brauchbaren Richtwert, aber keinen exakten Prozentwert. Eine Hold-Funktion zum Einfrieren des Messwerts wird ebenfalls nicht erwähnt.
Grenzen für Möbelbau und Baustoffe
Möbelholz sollte vor dem Verleimen um 8–12 % liegen. Willst du das sicher treffen, würde ich zu einem Gerät mit dokumentiertem Messbereich und Holzartengruppen greifen. Bei Gips und Zement liefert ein einfaches Gerät nur einen Hinweis, ob es eher feucht oder trocken ist. Ob ein Estrich belegreif ist, klärt man verlässlich mit der CM-Methode. Das ist eine chemische Messung an einer entnommenen Probe, die meist der Fachbetrieb macht.
Preisvergleich
Preise inkl. MwSt., zuletzt abgefragt am 06.11.2026, 22:11 Uhr. Mit * markierte Links sind Partnerlinks: Kaufst du darüber, bekomme ich eine Provision, für dich ändert sich der Preis nicht.
Technische Daten
- Ausstattung
- Messstifte, auch Baustoffe
Meine Einschätzung
Ich habe den Stihl 04216000080 nicht selbst getestet. Meine Note fasst Herstellerangaben, Ausstattung, Verbrauch und Preis-Leistung zusammen. So vergleiche ich
Ich würde das Stihl-Gerät dir empfehlen, wenn du hauptsächlich Kaminholz auf die 20-%-Grenze prüfen willst und ein robust wirkendes Gerät mit gut ablesbarem Display suchst. Für den Möbelbau, wo es auf 8–12 % ankommt, fehlen mir Messbereich und Holzartenkorrektur in den Angaben. Da würde ich eher ein Modell mit vollständigem Datenblatt nehmen.
Vorteile
- Für Brennholz und Bauholz vorgesehen, dazu Gips und Zement
- Beleuchtetes Display für schlechte Lichtverhältnisse
- Gummierte Griffe und ausfahrbare Messfühler
- Zeigt zusätzlich die Umgebungstemperatur
- Batteriebetrieb, unabhängig von Akku-Systemen
Nachteile
- Kein Messbereich angegeben
- Keine Angaben zu Holzartenkorrektur oder Genauigkeit
- Hold-Funktion nicht erwähnt
- Für präzise Möbelholz-Messungen schwer einzuschätzen
Häufige Fragen
Taugt das Stihl-Messgerät für Brennholz?
Ja, laut Händler ist es ausdrücklich für Brennholz gedacht. Ofenfertig ist Scheitholz unter 20 % Restfeuchte. Miss am besten auf einer frisch gespaltenen Fläche.
Kann ich damit auch Gips oder Zement messen?
Laut Beschreibung ja. Das ergibt aber eher einen Richtwert. Für die Belegreife von Estrich ist die CM-Messung der verlässliche Weg.
Hat das Gerät eine Holzartenkorrektur?
Dazu gibt es in den Unterlagen keine Angabe. Ohne Korrektur sind die Werte bei verschiedenen Holzarten nur als Richtwert zu verstehen.
Braucht das Gerät einen Akku von Stihl?
Nein. Es ist laut Beschreibung batteriebetrieben und unabhängig vom Stihl-Akku-System.